Meetings sind nicht gerade beliebt, vor allem in einer Zeit, in der alles aus der Ferne erledigt wird oder in der die Mischung aus Fern- und Präsenzarbeit nicht immer einfach zu handhaben ist. Sie sind gleichbedeutend mit Zeitverschwendung, sterilen Diskussionen und endlosen Tagesordnungen und verkörpern oft das Gegenteil von dem, was sie sein sollten: eine Zeit des Austauschs, der Entscheidungsfindung ... und, warum nicht, des Vergnügens. Doch es gibt Unternehmen, die diesem beruflichen Ritual neues Leben einhauchen, indem sie ihm eine Dosis Kreativität und Spielfreude einhauchen. Das Ziel: das Engagement wiederherstellen, Ideen anregen und den Teamzusammenhalt stärken. Hier ein Blick auf ein diskretes, aber vielversprechendes Phänomen.


Weit verbreiteter Überdruss an Unternehmensbesprechungen


"Eine weitere Besprechung, die auch eine E-Mail hätte sein können. "Dieser kleine Satz macht in den Büros und sozialen Netzwerken die Runde. Und das aus gutem Grund: Laut einer LiveCareer-Studie halten 71 % der Berufstätigen ihre Meetings für unproduktiv. Sie unterstreicht auch die Tatsache, dass der durchschnittliche Arbeitnehmer an 62 Sitzungen im Monat teilnimmt und die Hälfte davon als Zeitverschwendung betrachtet.

Doch das könnte sich bald ändern. Einige Personalabteilungen, agile Coaches und flexible Arbeitsräume experimentieren mit einem anderen Ansatz: Sie verwandeln Meetings in lebendige, kreative und partizipative Momente. Kurz gesagt, sie sollen zu echten kollektiven Momenten werden.

Ausgefallene Eisbrecher, Abschlussrituale, Express-Brainstorming-Techniken, die Rolle des rotierenden Moderators... Die Formate werden immer zahlreicher, um starre Haltungen aufzubrechen. Das Ergebnis: mehr Energie, mehr Beteiligung, mehr Ergebnisse, auch aus der Ferne. Die Wiedereinführung des Spiels bedeutet nicht, dass Sitzungen sinnlos werden.


Ein Management- (und Kultur-) Werkzeug


Hinter diesen Praktiken verbirgt sich ein echter Wandel im Management. Ein spielerisches Meeting ist auch ein horizontaleres Meeting. Indem sie jedem einen Platz geben, um sich zu äußern, und das aktive Zuhören fördern, kultivieren diese Formate das Engagement, ohne die Hierarchie zu überfordern. Eine strategische Herausforderung für Unternehmen, die neue Generationen von Talenten anziehen und halten wollen, die auf der Suche nach Sinn, Wirkung und Flexibilität sind ...

Aber über das Management hinaus ist es die Kultur der gesamten Organisation, die sich in diesen Entscheidungen ausdrückt: Schätzen wir Kühnheit? Teamarbeit? Humor? Lernen? Jedes verwendete Instrument sagt etwas über das Unternehmen aus.


Einfach zu verwendende Formate


Entgegen mancher vorgefasster Meinung braucht es keine großen Ressourcen oder spezialisierte Berater, um ein Meeting ansprechend zu gestalten. Schon wenige Ideen können die Atmosphäre verändern:

  • Der "Post-it-Sturm": ein Thema, zwei Minuten, ein Schwall von Ideen. Visuell, rhythmisch, effektiv.
  • Die "Wetterrunde": Jeder teilt seine Gemütsverfassung in einem Wort oder Bild mit. Ideal zu Beginn einer gemischten Sitzung.
  • Die "Was wäre wenn"-Runde: Was wäre, wenn wir uns ein extremes Szenario vorstellen würden? Eine Technik, um die Gedanken zu verschieben und neue Lösungen hervorzubringen.
  • Die "stille Wand": Jeder schreibt seine Ideen oder Reaktionen auf, ohne zu sprechen. Eine nützliche Methode, um Introvertierte zu ermutigen.

Eines muss man bedenken: Es handelt sich nicht um ein Spiel um des Spiels willen, sondern um eine Strategie zur Mobilisierung der Intelligenz und zur Belebung der gemeinsamen Sitzungen.

Weit entfernt von eintönigen Powerpoints und sterilen Monologen wird die Sitzung zu einem Hebel für Leistung... aber auch zu einem Raum für soziale Bindungen, berufliches Vergnügen und gemeinsame Kultur.

Was wäre, wenn man morgen eine wichtige Entscheidung am besten mit einem Spiel beginnen würde?

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